Wer ein Pilatus Flugzeug kaufen möchte, interessiert sich für Produkte eines der bekanntesten Flugzeughersteller der Schweiz: Pilatus baut seit 1939 in Stans Trainingsflugzeuge, robuste Turboprops und inzwischen auch einen Businessjet. Für Privatkäufer und kleinere Betreiber sind vor allem die einmotorigen Turboprops interessant, allen voran der legendäre Porter und die PC-12. Diese Seite fasst die Geschichte von Pilatus Aircraft zusammen, gibt einen Überblick über die zivilen Modelle und nennt die wichtigsten Punkte für den Kauf eines Pilatus gebraucht.
Pilatus Aircraft: Geschichte und Standort
Die Pilatus Flugzeugwerke AG wurde am 16. Dezember 1939 von Emil Georg Bührle gegründet; die deutschsprachige Wikipedia nennt zusätzlich Antoine Gazda als Mitgründer. Sitz ist bis heute Stans im Kanton Nidwalden. Für Erprobung und Auslieferungen nutzt Pilatus den benachbarten Flugplatz Buochs. Bis 2000 gehörte das Unternehmen zum Oerlikon-Bührle-Konzern, im Dezember 2000 ging es an eine Gruppe Schweizer Investoren.
Wichtige Stationen laut Firmengeschichte:
- 1945: Erstflug des Trainers P-2 am 27. April.
- 1955: Testserie von zwölf P-3 für die Schweizer Luftwaffe.
- 1959: Erstflug der PC-6 Porter am 4. Mai; die Entwicklung hatte 1957 begonnen.
- 1972: Erstflug des Serien-Segelflugzeugs B-4/PC-11 am 5. Mai.
- 1979: Auslieferung der ersten Serien-PC-7 Turbo Trainer.
- 1984: Erstflug der PC-9 am 7. Mai.
- 1991: Erstflug des ersten PC-12-Prototyps am 31. Mai.
- 1996: Gründung der US-Tochter Pilatus Business Aircraft in Broomfield, Colorado.
- 2002: Rollout des Trainers PC-21.
- 2015: Erstflug des Businessjets PC-24 am 11. Mai; 2017 folgt die Zulassung durch EASA und FAA.
- 2023: Auslieferung der 2.000. PC-12.
- 2025: Vorstellung der PC-12 PRO mit neuem Cockpit.
Aktueller Stand
Pilatus ist laut eigenen Angaben zu 100 Prozent in Schweizer Besitz und beschäftigt mehr als 3.500 Vollzeitstellen. 2025 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 1,672 Milliarden Schweizer Franken. Neben dem Stammwerk in Stans gibt es Tochtergesellschaften in den USA, Australien, Spanien und Deutschland (Burbach, Nordrhein-Westfalen). CEO ist Markus Bucher. Im Mittelpunkt des aktuellen Programms stehen PC-12 und PC-24 sowie die Trainingssysteme PC-7 MKX und PC-21.
Pilatus Modelle im Überblick
Auf flugzeugkaufen.com hat der Porter eine eigene Modellseite mit Varianten, technischen Daten und Kosten. Die übrigen Muster stellen wir hier kurz vor:
| Modell | Typ | Modellseite |
|---|---|---|
| PC-6 Porter / Turbo-Porter | Einmotoriges STOL-Mehrzweckflugzeug | pilatus pc 6 kaufen |
| PC-12 | Einmotoriger Turboprop für Passagiere und Fracht | – |
| PC-24 | Zweistrahliger Businessjet für kurze Pisten | – |
| PC-7, PC-9, PC-21 | Militärische Trainingsflugzeuge | – |
| B-4/PC-11 | Segelflugzeug | – |
| P-2, P-3 | Historische Trainer mit Kolbenmotor | – |
PC-6 Porter
Der Porter ist das klassische Arbeitspferd von Pilatus: ein STOL-Transportflugzeug, das für Starts und Landungen auf sehr kurzen Pisten ausgelegt ist. 1959 flog die Version mit Kolbenmotor, die Turbo-Porter mit Propellerturbine folgte 1961. 1968 stellte ein Porter einen Höhenrekord in seiner Gewichtsklasse auf. Die Serienproduktion ist inzwischen eingestellt, Gebrauchtflugzeuge sind daher die einzige Möglichkeit.
PC-12 und PC-24
Von der PC-12 hat Pilatus bis 2023 mehr als 2.000 Exemplare ausgeliefert; 2007 kam die PC-12 NG mit neuer Avionik, 2025 die PC-12 PRO. Der PC-24 ergänzt das Programm seit 2018 als Jet, der laut Hersteller auch von sehr kurzen Pisten aus operieren kann.
B-4/PC-11
Weniger bekannt ist, dass Pilatus auch ein Segelflugzeug gebaut hat. Laut deutschsprachiger Wikipedia wurden 322 B-4/PC-11 ausgeliefert, bevor die Produktionsrechte an das japanische Unternehmen Nippi gingen. Gebrauchte B-4 finden Sie gegebenenfalls in der Kategorie segelflugzeug kaufen.
Pilatus gebraucht kaufen: worauf achten?
Pilatus-Flugzeuge sind hochwertige, aber komplexe Muster. Beim Kauf eines Pilatus gebraucht sollten Sie besonders achten auf:
- Triebwerk: Bei den Turboprops bestimmen Laufzeit, Zustand und Überholungsstatus der Turbine einen großen Teil des Werts. Lassen Sie Trendmonitoring-Daten und Inspektionsberichte vorlegen, siehe auch tbo flugmotor.
- Einsatzhistorie: Flugzeuge aus gewerblichem Einsatz können viele Zyklen auf kurzen oder unbefestigten Pisten hinter sich haben. Fragen Sie nach dem bisherigen Einsatzprofil.
- Dokumentation: Lückenlose Bordbücher, Instandhaltungsprogramm und Stand der Lufttüchtigkeitsanweisungen sind Pflicht.
- Lufttüchtigkeitsprüfung: Klären Sie, wer das Flugzeug künftig betreut; Hintergründe unter arc flugzeug.
- Kaufuntersuchung: Am besten durch ein Pilatus-erfahrenes Service Center, siehe pre buy inspection flugzeug.
Lizenz, Kosten und Kategorie
Für die Turboprops und den Jet benötigen Sie neben einer PPL(A) oder CPL(A) die passende Klassen- oder Musterberechtigung, je nach Muster und Einsatz auch weitere Berechtigungen wie eine Instrumentenflugberechtigung. Betriebskosten schätzen Sie mit dem flugzeug kosten rechner, Fragen zur Finanzierung beantwortet flugzeug finanzieren. Weitere Angebote finden Sie in der Kategorie motorflugzeug kaufen und für den PC-24 unter privatjet kaufen. Sie möchten Ihr Flugzeug abgeben? Nutzen Sie flugzeug verkaufen.
Häufige Fragen
Woher kommt Pilatus Aircraft?
Pilatus ist ein Schweizer Hersteller mit Sitz in Stans im Kanton Nidwalden. Das Unternehmen wurde am 16. Dezember 1939 gegründet und ist heute zu 100 Prozent in Schweizer Besitz.
Welche zivilen Flugzeuge baut Pilatus?
Im zivilen Programm stehen die einmotorige Turboprop PC-12 und der Businessjet PC-24. Die PC-6 Porter wird nicht mehr gebaut und ist nur noch gebraucht erhältlich.
Worauf sollte ich bei einem Pilatus gebraucht achten?
Entscheidend sind Zustand und Überholungsstatus des Triebwerks, die bisherige Einsatzhistorie und lückenlose Instandhaltungsunterlagen. Eine Kaufuntersuchung durch ein Pilatus-erfahrenes Service Center ist empfehlenswert.
Hat Pilatus auch Segelflugzeuge gebaut?
Ja. Laut deutschsprachiger Wikipedia lieferte Pilatus 322 Exemplare des B-4/PC-11 aus, bevor die Produktionsrechte an das japanische Unternehmen Nippi verkauft wurden.
Weiterführende Seiten
Quellen
- Pilatus – Heritage – Pilatus Aircraft Ltd, abgerufen am 2.10.2026
- Pilatus – Facts & Figures – Pilatus Aircraft Ltd, abgerufen am 2.10.2026
- Pilatus Flugzeugwerke – Wikipedia, abgerufen am 2.10.2026
- Pilatus Aircraft – Wikipedia, abgerufen am 2.10.2026
- Pilatus PC-6 Porter – Wikipedia, abgerufen am 2.10.2026
Zuletzt redaktionell geprüft: 4.10.2026