Wer ein Flugzeug von Evektor kaufen möchte, hat es mit einem tschechischen Hersteller aus Kunovice zu tun, dessen Eurostar und SportStar zu den bekanntesten Leichtflugzeugen aus Mitteleuropa zählen. Der Hersteller nennt rund 1.400 Flugzeuge, die heute in mehr als 50 Ländern fliegen. Diese Seite erklärt, wie Evektor-Aerotechnik entstanden ist, welche Modelle es gibt und worauf Sie achten sollten, wenn Sie eine Evektor gebraucht kaufen.
Firmengeschichte von Evektor Aerotechnik
Die Geschichte hat zwei Wurzeln. Nach Angaben der englischen Wikipedia wurde Aerotechnik 1970 gegründet und baute zunächst Tragschrauber und Motorsegler; später kamen Überholung und Instandhaltung tschechischer Flugzeuge der allgemeinen Luftfahrt hinzu. Evektor selbst wurde 1991 gegründet und ist nach eigenen Angaben seit 1992 in der Entwicklung und Konstruktion von Flugzeugen tätig. Wikipedia führt beide Linien unter dem Namen Evektor-Aerotechnik; der Hersteller selbst beruft sich auf eine rund 50-jährige Tradition im Flugzeugbau.
Am Standort Kunovice im Südosten Tschechiens reicht der Flugzeugbau laut Wikipedia bis 1936 zurück. Wichtige Stationen laut Wikipedia:
- 1996: Einstieg in die Leichtflugzeugfertigung mit dem P220UL Koala
- 1997: Beginn der Fertigung von EV-97 Eurostar und SportStar
- 2004: Vorstellung des Viersitzers VUT100 Cobra
- 2011: Erstflug des zweimotorigen Turboprop-Mehrzweckflugzeugs EV-55 Outback
- 2013: Elektroflugzeug EPOS
Der SportStar war nach Wikipedia das erste Flugzeug, das in den USA als Light Sport Aircraft (LSA) anerkannt wurde. Die englische Wikipedia nennt für 2020 102 Beschäftigte.
Aktueller Stand
Evektor ist heute nicht nur Flugzeughersteller, sondern bietet auch Ingenieurdienstleistungen (Konstruktion, Berechnung, Automatisierung, Prototypenbau) und Fertigung im Auftrag an, unter anderem für die Automobil- und Maschinenbauindustrie. Der Betrieb ist laut Website nach AS9100D zertifiziert und darf als Entwicklungsbetrieb kleine Flugzeuge bis 5.700 kg Höchstabflugmasse entwickeln und erproben. Evektor hält zudem die Musterzulassungen für den Motorsegler L-13 Vivat und die EV-97 VLA Harmony.
Im aktuellen Programm stehen der nach EASA zertifizierte SportStar RTC, die Harmony LSA (in den USA als S-LSA anerkannt) und die Harmony UL. Als Prototypen führt Evektor den elektrischen SportStar EPOS+, den Viersitzer SuperCobra und die EV-55 Outback.
Evektor Modelle im Überblick
| Modell | Kurzprofil |
|---|---|
| EV-97 Eurostar (SL, SL+) | Zweisitziger Tiefdecker für die europäische UL-Klasse |
| Harmony UL / Harmony LSA | Weiterentwicklung mit überarbeiteter Steuerung und Kabine |
| SportStar / SportStar RTC | LSA-Version für die USA, RTC als EASA-zertifiziertes Schulflugzeug (VLA) |
| EV-55 Outback | Zweimotoriger Turboprop für Passagiere und Fracht, Prototyp |
Laut Wikipedia wurde die Eurostar SL+ mehr als 1.000-mal gebaut und gehörte 2014 zu den zehn meistverkauften UL in Deutschland. Alle Generationen der Eurostar sowie die Harmony behandelt die Modellseite evektor eurostar kaufen. Weitere Marken finden Sie in der Kategorie ultraleichtflugzeug kaufen.
Lizenz und Klasse
Entscheidend ist die Zulassung des konkreten Flugzeugs. Eurostar und Harmony UL werden in Deutschland als Ultraleichtflugzeuge mit Sportpilotenlizenz (SPL) geflogen, siehe ul schein kosten. Der SportStar RTC ist dagegen ein EASA-zertifiziertes Flugzeug und erfordert eine LAPL(A) oder PPL(A). Den Unterschied der Klassen erklärt ul oder echo klasse.
Evektor gebraucht kaufen: worauf achten?
- Zulassungsklasse: Äußerlich ähneln sich Eurostar, Harmony und SportStar. Prüfen Sie anhand der Papiere, ob ein UL, ein LSA oder ein EASA-zertifiziertes Flugzeug angeboten wird.
- Generation und Gewicht: Klären Sie Version und zugelassene Höchstabflugmasse, siehe 600 kg ul.
- Aluminiumzelle: Achten Sie auf Korrosion, Dellen und reparierte Schäden, bei Schulflugzeugen besonders auf Fahrwerk und Anschlüsse.
- Motor: Betriebsstunden und Restzeit bis zur Grundüberholung, siehe tbo flugmotor.
- Rettungssystem und Dokumente: Fristen, Jahresnachprüfungen, Bordbücher und die Umsetzung von Herstellermitteilungen prüfen, siehe ul rettungssystem.
Da der Hersteller Harmony und SportStar RTC ausdrücklich auch für Flugschulen anbietet, lohnt sich ein genauer Blick auf das Nutzungsprofil. Vor dem Kauf empfiehlt sich eine pre buy inspection flugzeug. Preise ordnet was kostet ein ultraleichtflugzeug ein, Betriebskosten schätzen Sie mit dem flugzeug kosten rechner.
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Häufige Fragen
Woher kommt Evektor?
Evektor ist ein tschechischer Hersteller mit Sitz in Kunovice. Evektor wurde 1991 gegründet; die Wurzeln von Aerotechnik reichen laut Wikipedia bis 1970 zurück.
Was ist der Unterschied zwischen Eurostar, Harmony und SportStar?
Die Eurostar ist für die europäische UL-Klasse ausgelegt, der SportStar für den US-LSA-Markt, die Harmony ist eine Weiterentwicklung mit überarbeiteter Steuerung und Kabine. Der SportStar RTC ist als EASA-zertifiziertes Schulflugzeug zugelassen.
Wie viele Evektor-Flugzeuge gibt es?
Nach Herstellerangaben fliegen rund 1.400 Evektor-Flugzeuge in mehr als 50 Ländern.
Worauf achten beim Kauf einer Evektor gebraucht?
Klären Sie zuerst die Zulassungsklasse (UL, LSA oder EASA), dann Version, Höchstabflugmasse, Zustand der Aluminiumzelle, Motorlaufzeit, Rettungssystem und Dokumente.
Weiterführende Seiten
Quellen
- Evektor – About us – Evektor, abgerufen am 2.10.2026
- Evektor – Startseite – Evektor, abgerufen am 2.10.2026
- Evektor – Aircraft – Evektor, abgerufen am 2.10.2026
- Evektor-Aerotechnik – Wikipedia, abgerufen am 2.10.2026
- Evektor SportStar – Wikipedia, abgerufen am 2.10.2026
Zuletzt redaktionell geprüft: 4.10.2026