Wer ein Flugzeug von Alpi Aviation kaufen möchte, landet bei Alpi Aviation, einem italienischen Hersteller aus der Provinz Pordenone, der seit Ende der 1990er-Jahre schnelle Tiefdecker in Holz-Verbund-Bauweise fertigt. Die Pioneer-Familie reicht vom kompakten Ultraleichtflugzeug bis zum viersitzigen Reiseflugzeug, angeboten als Bausatz oder flugfertig. Diese Seite fasst die Geschichte von Alpi Aviation zusammen, gibt einen Modellüberblick und nennt Prüfpunkte für den Kauf einer Alpi Pioneer gebraucht.
Firmengeschichte von Alpi Aviation
Nach der deutschen Wikipedia entstand das erste Flugzeug, die Pioneer 300, im Jahr 1998 im Kreis einer Gruppe von Amateur-Flugzeugbauern. 1999 folgte die Gründung der Firma als S.r.l. mit Sitz in San Quirino in der Provinz Pordenone; die erste Bestellung kam aus Deutschland. Die Pioneer 300 basiert laut englischer Wikipedia auf der Konstruktion Vidor Champion V.
Die Meilensteine im Überblick:
- 1998: Bau der ersten Pioneer 300
- 1999: Firmengründung, erste Bestellung aus Deutschland
- 2000: Teilnahme an Flugshows in den USA, Planung der kleineren Pioneer 200
- 2002: Neubau der Fertigung und zweiter Standort in Kroatien
- 2007: Vorstellung der Drohne Strix
- 2009: Erstflug der viersitzigen Pioneer 400 am 27. März, Premiere auf der AERO in Friedrichshafen im April
Neben Flugzeugen baut Alpi Aviation unbemannte Luftfahrzeuge (Strix-C, Sixton-A) und den turbinengetriebenen Hubschrauber Syton AH 130, der laut Wikipedia von der Rotorway Exec abgeleitet ist.
Aktueller Stand
Anfang Oktober 2025 meldete RedFish LongTerm Capital S.p.A. den Abschluss der Übernahme von Alpi Aviation über die Tochtergesellschaft Movinter S.p.A.; der Transaktionswert lag laut Meldung bei 4 Millionen Euro. Die Meldung beschreibt Alpi Aviation als Unternehmen aus dem Friaul, das Leichtflugzeuge, Ultraleichtflugzeuge, Hubschrauber und Drohnen für zivile und militärische Zwecke herstellt. Die Pioneer-Modelle sind laut Wikipedia weiterhin in Produktion. Charakteristisch für die Marke ist die Bauweise: Die Zelle besteht aus einem Holzgerüst, das mit Verbundwerkstoff beplankt ist. Käufer können zwischen einem Bausatz für den Amateurbau und einem flugfertigen Flugzeug wählen.
Alpi Aviation Modelle im Überblick
| Modell | Kurzprofil | Modellseite |
|---|---|---|
| Pioneer 200 | Zweisitziger Tiefdecker in Holzbauweise, Sitze nebeneinander, Standardmotor Rotax 912UL | pioneer 200 kaufen |
| Pioneer 300 | Zweisitziger Reise-Tiefdecker, auch mit Einziehfahrwerk, Kunstflugversion Pioneer 330 | pioneer 300 kaufen |
| Pioneer 400 | Viersitzer mit Holzstruktur und Kohlefaserbeplankung, Rotax 916iS | pioneer 400 kaufen |
Varianten wie Pioneer 230, 300 FG (festes Fahrwerk), Griffon oder Kite werden auf den jeweiligen Modellseiten erklärt. Die zweisitzigen Modelle finden Sie zusammen mit anderen Marken in der Kategorie ultraleichtflugzeug kaufen, die Pioneer 400 unter motorflugzeug kaufen. Bausatzflugzeuge anderer Hersteller zeigt selbstbau flugzeug kaufen.
Lizenz und Klasse
Die Pioneer 200 und 300 werden in Deutschland in der Regel als Ultraleichtflugzeuge geflogen; dafür benötigen Sie eine Sportpilotenlizenz (SPL), siehe ul schein kosten. Ob eine Maschine in die 600-kg-Klasse fällt, hängt von Variante und Kennblatt ab, siehe 600 kg ul. Die Pioneer 400 ist laut Wikipedia mit einer Höchstabflugmasse von 850 kg der Experimental-Kategorie zugeordnet. Für sie gelten andere Zulassungs- und Lizenzregeln als für ein UL; klären Sie den Status eines konkreten Flugzeugs vor dem Kauf mit der zuständigen Behörde oder einem Prüfer. Einen Vergleich der Klassen liefert ul oder echo klasse.
Alpi Pioneer gebraucht kaufen: worauf achten?
- Bausatz oder Werksflugzeug: Bei Kit-Flugzeugen ist die Bauqualität entscheidend. Lassen Sie sich Baudokumentation, Abnahmen und Prüfberichte zeigen.
- Holz-Verbund-Struktur: Achten Sie auf Feuchtigkeitsschäden, Risse im Lack, Delaminationen und dokumentierte Reparaturen. Die Unterbringung (Halle oder draußen) ist bei dieser Bauweise besonders wichtig.
- Einziehfahrwerk: Bei Versionen mit Einziehfahrwerk sollten Funktion, Notausfahrsystem und Wartungsnachweise geprüft werden.
- Motor: Typ, Betriebsstunden und Restzeit bis zur Grundüberholung, siehe tbo flugmotor.
- Rettungssystem und Dokumente: Typ und Fristen des Rettungssystems sowie Kennblatt und Bordbücher prüfen, siehe ul rettungssystem.
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Häufige Fragen
Woher kommt Alpi Aviation?
Alpi Aviation ist ein italienischer Hersteller aus der Provinz Pordenone. Das Unternehmen wurde 1999 als S.r.l. gegründet, nachdem 1998 die erste Pioneer 300 gebaut worden war.
Welche Flugzeuge baut Alpi Aviation?
Die Pioneer-Familie umfasst die zweisitzigen Pioneer 200 und 300 mit ihren Varianten sowie den Viersitzer Pioneer 400. Daneben fertigt Alpi Aviation Drohnen und den Hubschrauber Syton AH 130.
Gibt es die Pioneer als Bausatz?
Ja. Laut Wikipedia sind die Pioneer-Modelle als Bausatz für den Amateurbau oder als flugfertiges Flugzeug erhältlich.
Worauf achten beim Kauf einer Alpi Pioneer gebraucht?
Prüfen Sie die Holz-Verbund-Struktur auf Feuchtigkeit und Delaminationen, bei Bausätzen die Baudokumentation, bei Einziehfahrwerk dessen Funktion sowie Motorlaufzeit, Rettungssystem und Dokumente.
Weiterführende Seiten
Quellen
- Alpi Aviation – Wikipedia, abgerufen am 2.10.2026
- Alpi Aviation – Wikipedia, abgerufen am 2.10.2026
- Alpi Pioneer 300 – Wikipedia, abgerufen am 2.10.2026
- Alpi Pioneer 200 – Wikipedia, abgerufen am 2.10.2026
- Alpi Pioneer 400 – Wikipedia, abgerufen am 2.10.2026
- RedFish LongTerm Capital completes acquisition of Alpi Aviation – MarketScreener, abgerufen am 2.10.2026
Zuletzt redaktionell geprüft: 4.10.2026