Wer ein Piper Flugzeug kaufen möchte, findet eine der breitesten Auswahlen der Allgemeinen Luftfahrt: vom Spornradklassiker über den viersitzigen Tiefdecker bis zur Turboprop-Kabinenmaschine. Piper Aircraft aus Vero Beach in Florida hat nach Wikipedia bis Ende 2009 rund 144.000 Flugzeuge in 160 zugelassenen Modellen gebaut, von denen etwa 90.000 noch fliegen. Diese Seite stellt die Geschichte vor, gibt einen Überblick über die Piper Modelle und nennt Prüfpunkte für den Kauf.
Firmengeschichte
Die Wurzeln liegen in der Taylor Brothers Aircraft Manufacturing Company, die die Brüder Clarence und Gordon Taylor im September 1927 in Rochester, New York, gründeten. William T. Piper beteiligte sich zunächst mit 400 US-Dollar und übernahm Ende 1930 die Vermögenswerte des insolventen Unternehmens für 761 US-Dollar. Nach einem Brand im Werk zog die Firma 1937 nach Lock Haven, Pennsylvania, und trug fortan den Namen Piper.
Das Flugzeug, das die Marke berühmt machte, war die J-3 Cub: ein einmotoriger, zweisitziger Schulterdecker und laut Wikipedia das erste preiswerte Schulflugzeug, das in großen Stückzahlen gebaut wurde. Piper selbst datiert seine Tradition auf das Jahr 1937, als Mr. Piper die Cub vorstellte.
In den Folgejahrzehnten kamen unter anderem Super Cub, die PA-28-Familie, PA-32, Seneca und Malibu hinzu. Wie andere US-Hersteller geriet Piper durch Produkthaftungsklagen unter Druck und meldete 1991 Gläubigerschutz nach Chapter 11 an. 1995 entstand daraus die New Piper Aircraft. Im Mai 2009 übernahm die Regierung von Brunei das Unternehmen über die Investmentgruppe Imprimis. Hauptsitz und Fertigung befinden sich in Vero Beach, Florida. Nach eigenen Angaben hat Piper mehr als 130.000 Flugzeuge gebaut.
Piper Modelle im Überblick
Das aktuelle Neuflugzeugprogramm umfasst laut Hersteller den Turboprop M700 Fury, die M500, die M350, die Archer-Reihe (LX, DLX, TX, DX), die zweimotorige Seminole (auch als DX) und das Schulflugzeug Pilot 100i. Auf dem Gebrauchtmarkt sind vor allem diese Baureihen gefragt:
| Baureihe | Kurzprofil | Modellseite |
|---|---|---|
| PA-12 Super Cruiser | Klassischer Spornrad-Schulterdecker | piper pa 12 kaufen |
| PA-18 Super Cub | Spornrad-Zweisitzer für Schlepp, Busch- und Freizeitflug | piper super cub kaufen |
| PA-28 (Cherokee, Warrior, Archer, Arrow) | Viersitzer-Tiefdecker, Verein und Schulung | piper pa 28 kaufen |
| PA-32 Saratoga / Lance | Großraum-Einmot für Reise und Familie | piper saratoga kaufen |
| PA-34 Seneca | Zweimotoriges Reise- und Schulungsflugzeug | piper seneca kaufen |
| PA-46 Malibu / Mirage / M350 | Einmot mit Druckkabine | piper malibu kaufen |
Die Varianten der einzelnen Familien, etwa Warrior, Archer und Arrow innerhalb der PA-28, erklären die Modellseiten. In Europa sind die wichtigsten Muster bei der EASA zugelassen, unter anderem PA-28 (EASA.IM.A.234), PA-32 (EASA.IM.A.239), PA-44 (EASA.IM.A.232), PA-46 (EASA.IM.A.077) und die Seneca V (EASA.IM.A.090). Weitere Flugzeuge finden Sie unter motorflugzeug kaufen. Einen direkten Vergleich mit dem Konkurrenten aus Wichita bietet der Beitrag cessna 172 vs piper pa 28.
Piper gebraucht kaufen: Prüfpunkte
Weil viele Piper-Flugzeuge jahrzehntealt sind, ist beim Kauf eines Piper gebraucht die Dokumentation wichtiger als das Baujahr. Achten Sie besonders auf:
- Lufttüchtigkeitsanweisungen: Prüfen Sie, ob alle ADs der EASA und bei Importen der FAA umgesetzt sind; die EASA-Datenblätter und AD-Datenbank geben Orientierung.
- Korrosion: Bei Ganzmetall-Tiefdeckern sind Holmbereiche und Rumpfunterseite kritisch, bei bespannten Mustern wie Cub und Super Cruiser zusätzlich Stahlrohrrahmen und Bespannung.
- Motor- und Propellerlaufzeit: Die verbleibende Zeit bis zur Überholung beeinflusst den Wert erheblich, siehe tbo flugmotor.
- Fahrwerk: Einziehfahrwerke (Arrow, Lance, Saratoga RG, Seneca, Malibu) verdienen besondere Aufmerksamkeit.
- Druckkabine: Bei der PA-46 sollten Dichtigkeit und Wartungsnachweise der Druckkabine geprüft werden.
- Import: Viele Angebote stammen aus den USA, siehe flugzeug aus usa importieren.
Lassen Sie vor Vertragsabschluss eine unabhängige Kaufuntersuchung durchführen, siehe pre buy inspection flugzeug und die flugzeug kaufen checkliste.
Preise und Kosten
Die Spanne bei Piper ist enorm: Ein älterer PA-28 Warrior und eine aktuelle M700 Fury trennen Welten. Innerhalb einer Baureihe bestimmen Motorlaufzeit, Avionik, Schadenshistorie und Dokumentation den Preis stärker als das Baujahr. Gefragte Spornradklassiker wie die Super Cub sind oft wertstabiler, als ihr Alter vermuten lässt.
Einen Überblick über Anschaffungs- und Betriebskosten gibt was kostet ein flugzeug. Laufende Kosten berechnen Sie mit dem flugzeug kosten rechner, einen Marktwert mit flugzeug wert berechnen.
Lizenz und Klasse
Die einmotorigen Piper-Kolbenflugzeuge sind nach EASA Part-21 zugelassene Flugzeuge der Klasse SEP (land) und lassen sich je nach Gewicht und Sitzzahl mit LAPL(A) oder PPL(A) fliegen. Für Spornrad, Einziehfahrwerk, Verstellpropeller, Turbolader und Druckkabine sind Unterschiedsschulungen erforderlich, für Seneca und Seminole eine MEP-Klassenberechtigung.
Piper Aircraft kaufen und verkaufen
Wer Piper Aircraft kaufen möchte und ein bestimmtes Muster sucht, legt am besten einen flugzeug gesucht-Auftrag an. Wenn Sie Ihr Flugzeug abgeben möchten, inserieren Sie es unter flugzeug verkaufen.
Häufige Fragen
Welche Piper Modelle werden aktuell gebaut?
Laut Hersteller die M700 Fury, M500 und M350, die Archer-Reihe (LX, DLX, TX, DX), die Seminole und das Schulflugzeug Pilot 100i.
Wie viele Piper Flugzeuge gibt es?
Nach Wikipedia baute Piper bis Ende 2009 rund 144.000 Flugzeuge in 160 zugelassenen Modellen, von denen etwa 90.000 noch fliegen. Piper selbst nennt mehr als 130.000 gebaute Flugzeuge.
Worauf achten beim Kauf eines Piper gebraucht?
Wichtig sind umgesetzte Lufttüchtigkeitsanweisungen, Korrosionsfreiheit, die Restlaufzeit von Motor und Propeller, der Zustand von Einziehfahrwerk oder Druckkabine sowie lückenlose Bordbücher.
Welche Lizenz brauche ich für ein Piper Flugzeug?
Einmotorige Kolbenflugzeuge fliegen Sie je nach Gewicht und Sitzzahl mit LAPL(A) oder PPL(A); für Seneca und Seminole ist eine MEP-Klassenberechtigung nötig.
Weiterführende Seiten
Quellen
- Piper Aircraft – Wikipedia, abgerufen am 2.10.2026
- Piper Aircraft – Home – Piper Aircraft, Inc., abgerufen am 2.10.2026
- Piper Aircraft, Inc. – Type Certificates – EASA, abgerufen am 2.10.2026
Zuletzt redaktionell geprüft: 4.10.2026