Wer eine Breezer B400 kaufen möchte, entscheidet sich für einen zweisitzigen Ganzmetall-Tiefdecker aus Schleswig-Holstein, der als Ultraleichtflugzeug mit 600 kg Abflugmasse zugelassen ist. Die Breezer B400-6 ist der aktuelle Name einer Baureihe, die seit Ende der 1990er-Jahre entwickelt wurde; die Breezer B600 ist die nach EASA CS-LSA zugelassene Schwester. Auf dieser Seite finden Sie Geschichte, Varianten, technische Daten aus DAeC-Kennblatt und EASA-TCDS, Lizenzfragen, Kostenlogik und Prüfpunkte. Mehr zum Hersteller lesen Sie unter breezer flugzeug kaufen, einen Überblick über die Klasse unter ultraleichtflugzeug kaufen.
Überblick & Geschichte
Der Breezer geht auf den Ingenieur Ralf Magnussen zurück. Laut deutscher Wikipedia flog der Prototyp am 27. Dezember 1999, zunächst mit einem BMW-Boxermotor; die ersten Exemplare entstanden als Aerostyle Breezer in kleiner Stückzahl und als Bausatz. Laut englischer Wikipedia begann die Produktion 2001. 2006 übernahm Dirk Ketelsen das Unternehmen, gründete die Breezer Aircraft GmbH & Co. KG und startete die Serienfertigung. Seit August 2022 produziert Breezer in einem neuen Werk in Bredstedt.
Die Bauweise ist klassisch: genietete Aluminiumstruktur mit Senknieten, Flügel mit konstanter Profiltiefe, Bugradfahrwerk mit lenkbarem Bugrad und Schiebehaube. Über die Jahre trug das Flugzeug mehrere Bezeichnungen, darunter Aerostyle Breezer, B400 und B600. Seit Februar 2024 bietet Breezer die UL-Versionen laut deutscher Wikipedia einheitlich als B400-6 an.
Varianten
Breezer B400 und frühe Aerostyle-Versionen
Frühe Flugzeuge wurden laut Wikipedia in vielen handgefertigten Varianten mit unterschiedlichen Motoren gebaut, darunter Experimental-, Kurzflügel- (Breezer C) und Clubversionen. Die Clubversion ist laut englischer Wikipedia für die Schulung optimiert und hat ein ballistisches Rettungsgerät. Ältere Serienflugzeuge lassen sich laut aerokurier im Werk auf 600 kg auflasten.
Breezer B400-6
Die B400-6 wurde zur AERO 2018 vorgestellt und erhielt laut aerokurier und fliegermagazin im Dezember 2019 als eines der ersten Muster in Deutschland die DAeC-Zulassung mit 600 kg MTOM. Rumpf und Flügel wurden dafür verstärkt. Das DAeC-Kennblatt 66178 umfasst die Baureihen B400-6 mit Rotax 912 S/ULS/ULSFR oder 912 iS/iSc und B400-6-915 mit Rotax 915 iS/iSc.
B400-6 Schleppversion und B850
Für den Segelflugzeugschlepp gibt es eine verstärkte Schleppversion der B400-6. Mit Rotax 915 iS und Verstellpropeller erlaubt das Kennblatt den Schlepp von Segelflugzeugen bis 850 kg; Breezer vermarktet diese Ausführung als B850.
Breezer B600 (EASA CS-LSA)
Die B600 ist laut EASA-TCDS A.598 ein nach den Certification Specifications for Light Sport Aeroplanes (CS-LSA) zugelassenes Flugzeug, Musterzulassung am 22. Januar 2016. Sie hat 8,74 m Spannweite, einen Rotax 912 ULS2 und ist für VFR bei Tag zugelassen. Laut deutscher Wikipedia wurden zeitweise auch einzelne UL-Ausführungen als B600 vermarktet; prüfen Sie beim Breezer B600 deshalb anhand der Papiere, ob es sich um ein UL oder um ein EASA-LSA handelt.
Technische Daten
Die folgenden Breezer B400 technische Daten stammen aus dem DAeC-Kennblatt, dem EASA-TCDS und den Herstellerangaben.
| Merkmal | B400-6 (UL) | B600 (EASA CS-LSA) |
|---|---|---|
| Sitzplätze | 2 nebeneinander | 2 nebeneinander |
| Bauweise | Metall, Tiefdecker | Ganzmetall, Tiefdecker |
| Spannweite | 8,04 m | 8,74 m |
| Flügelfläche | 10,92 m² | 11,89 m² |
| Länge | 6,63–6,84 m (je nach Propeller) | 6,73 m |
| Leermasse | ab 325 kg inkl. Rettungssystem (Hersteller) | – |
| MTOW | 600 kg | 600 kg |
| Motor | Rotax 912 S/ULS/ULSFR, 912 iS/iSc oder 915 iS/iSc | Rotax 912 ULS2 |
| Reisegeschwindigkeit (75 %) | 200 km/h (Hersteller) | – |
| VNE | 245 km/h (CAS) | 252 km/h (IAS) |
| Mindestgeschwindigkeit | 75 km/h (CAS) | – |
| Steigrate | 4,2 m/s (Hersteller) | – |
| Tankinhalt | 76 l (Rumpftank) | 76 l (74 l ausfliegbar) |
| Verbrauch | 16–18 l/h (Hersteller) | – |
| Reichweite | 800–1.400 km (Hersteller) | – |
| Rettungsgerät | BRS oder Junkers Magnum 601 | – |
Quelle: DAeC-Kennblatt 66178, Ausgabe 4 vom 31.01.2023; EASA TCDS A.598, Issue 02 vom 30.11.2021; Breezer Aircraft, Produktseite UL B400-6.
Breezer B400 Reichweite und Verbrauch
Den Breezer B400 Verbrauch gibt der Hersteller für die B400-6 mit 16 bis 18 l/h an, die Reichweite mit 800 bis 1.400 km, abhängig von Kraftstoffmenge und Bedingungen. Das Kennblatt lässt optional auch 70 oder 80 l Rumpftank zu. Für die B600 erlaubt das TCDS Mogas mit mindestens ROZ 95, AVGAS UL 91 oder AVGAS 100LL; E10 und E85 sind verboten.
Benötigte Lizenz & Luftfahrzeugklasse
Die B400-6 ist ein aerodynamisch gesteuertes Ultraleichtflugzeug nach LTF-UL 2019. Sie benötigen eine Sportpilotenlizenz (SPL); was die Ausbildung kostet, zeigt ul schein kosten. Die Hintergründe zur Gewichtsklasse lesen Sie unter 600 kg ul. Die B600 ist dagegen ein EASA-Luftfahrzeug mit Musterzulassung nach CS-LSA in der Lufttüchtigkeitskategorie „Restricted"; für sie brauchen Sie eine EASA-Lizenz wie LAPL(A) oder PPL(A) mit SEP-Klassenberechtigung. Den Unterschied der Klassen erklärt ul oder echo klasse.
Gebrauchtpreise
Für den Breezer B400 Preis auf dem Gebrauchtmarkt liegt uns keine öffentlich verifizierbare Preisspanne vor (Stand 02.10.2026). Als Orientierung für Neuflugzeuge nannte aerokurier im Dezember 2019 für die B400-6 einen Grundpreis von rund 101.000 Euro brutto; die Auflastung älterer Serienflugzeuge auf 600 kg kostete damals rund 13.000 Euro inklusive Steuer. Gebrauchtpreise schwanken stark nach Baujahr, Zulassung, Motor, Propeller und Avionik. Wenn Sie eine Breezer B400 gebraucht suchen oder eine Breezer B400 zu verkaufen haben, hilft der flugzeug wert berechnen-Check. Kosten der Klasse erklärt was kostet ein ultraleichtflugzeug.
Betriebskosten pro Stunde und Jahr
Die Breezer B400 Kosten pro Stunde berechnen Sie so:
- Kraftstoff: Laut Hersteller 16 bis 18 l/h mal Ihrem Kraftstoffpreis.
- Motorrücklage: Für Rotax 912 UL/ULS ab bestimmten Seriennummern gilt laut Service Bulletin SB-912-057UL eine TBO von 2.000 Stunden bzw. 15 Jahren. Teilen Sie die Überholungskosten durch die Reststunden; für 912 iS und 915 iS gelten eigene Rotax-Vorgaben. Mehr unter tbo flugmotor.
- Wartung: Instandhaltung nach Wartungshandbuch MM-B400-6 bzw. MM-B600, beim Verstellpropeller zusätzlich dessen Wartung.
- Fixkosten: Versicherung, Halle, Nachprüfung, Rettungssystem.
Belastbare Euro-Werte für Versicherung, Wartung und Überholung liegen uns nicht vor. Im flugzeug kosten rechner ist der Verbrauch vorbelegt; ergänzen Sie Ihre eigenen Werte.
Typische Schwachstellen & Pre-Buy-Checks
Als recherchebasierte Halterperspektive gilt: Die robuste Metallbauweise und das stabile Fahrwerk machen den Breezer auch für Schulbetrieb und Graspisten interessant. Gerade Schul- und Schleppflugzeuge haben aber oft viele Stunden und Landungen. Prüfen Sie:
- Zulassung: B400, B400-6, B600 als UL oder B600 als EASA-LSA; Auflastung auf 600 kg nur nach SB19-002 und mit schriftlicher Bestätigung des Herstellers.
- Struktur: Korrosion, Nietverbindungen, Beulen, Spuren harter Landungen am Fahrwerk.
- Schleppeinsatz: Bei Schleppflugzeugen Schleppkupplung, Motorbelastung und Stundenzahl genau ansehen.
- Rettungsgerät: Typ (BRS oder Junkers), Einbauort, Packdatum, siehe ul rettungssystem.
- Motor: TBO-Status, Kühlsystem und Thermostat nach Technischer Mitteilung SB10-002D.
Eine unabhängige Prüfung ist empfehlenswert, siehe pre buy inspection flugzeug.
Vor- und Nachteile
Vorteile
- Robuste Aluminiumbauweise, auch für Graspisten geeignet
- 600 kg MTOW, ältere Serienflugzeuge laut Hersteller auflastbar
- Hersteller in Deutschland mit Service und Ersatzteilen
- Schleppversion bis 850 kg Segelflugzeugmasse
Nachteile
- Langsamer als Composite-Reise-ULs, laut Hersteller rund 200 km/h Reise
- Höherer Verbrauch von 16 bis 18 l/h laut Hersteller
- Viele Bezeichnungen (B400, B600, B400-6) erschweren die Zuordnung
- Nur 76 l Tankinhalt in der Standardversion
Alternativen
Vergleichbare zweisitzige Metall-Tiefdecker sind:
Kostenrechner Breezer B400-6 / B600
Vorbefüllt mit recherchierten Werten dieses Modells, sofern belegbar. Ergänzen Sie Versicherung, Hangar und Wartung mit Ihren Angeboten.
Kosten pro Flugstunde
0 €
Kosten pro Jahr
0 €
davon Fixkosten / Jahr
0 €
Variable Kosten je Stunde: Kraftstoff 0 € + Wartung 0 € + Motorrücklage 0 €. Werte sind Schätzungen; ersetzen Sie sie durch Ihre tatsächlichen Angebote.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Breezer B400-6 und B600?
Die B400-6 ist ein deutsches Ultraleichtflugzeug mit DAeC-Kennblatt 66178 und 600 kg MTOM. Die B600 ist laut EASA-TCDS A.598 ein nach CS-LSA zugelassenes EASA-Flugzeug mit größerer Spannweite von 8,74 m; zeitweise wurden aber auch UL-Versionen als B600 vermarktet.
Wie hoch ist der Breezer B400 Verbrauch?
Breezer gibt für die UL B400-6 einen Verbrauch von 16 bis 18 l/h bei einem Tankinhalt von 76 l an. Die Reichweite nennt der Hersteller mit 800 bis 1.400 km.
Kann ich einen älteren Breezer auf 600 kg auflasten?
Laut aerokurier konnten ältere Serienflugzeuge im Werk in Bredstedt aufgelastet werden; 2019 nannte das Magazin rund 13.000 Euro inklusive Steuer. Das Kennblatt verlangt dafür SB19-002 und eine schriftliche Bestätigung des Herstellers.
Welche Motoren sind in der B400-6 zugelassen?
Das DAeC-Kennblatt nennt Rotax 912 S/ULS/ULSFR, Rotax 912 iS/iSc und für die Baureihe B400-6-915 den Rotax 915 iS/iSc. Die EASA-zugelassene B600 fliegt mit dem Rotax 912 ULS2.
Welche Lizenz brauche ich für einen Breezer?
Für die B400-6 als Ultraleichtflugzeug genügt in Deutschland die Sportpilotenlizenz (SPL). Für die nach CS-LSA zugelassene B600 benötigen Sie eine EASA-Lizenz wie LAPL(A) oder PPL(A).
Was kostet ein Breezer B400 gebraucht?
Eine öffentlich verifizierbare Gebrauchtpreisspanne liegt uns nicht vor. Als Neupreis nannte aerokurier 2019 für die B400-6 rund 101.000 Euro brutto; Gebrauchtpreise hängen stark von Baujahr, Zulassung und Ausstattung ab.
Alles rund um Breezer B400-6 / B600
Quellen
- DAeC-Kennblatt 66178 Breezer B400-6 / B400-6-915, Ausgabe 4 vom 31.01.2023 – DAeC Luftsportgeräte-Büro, abgerufen am 2.10.2026
- EASA TCDS A.598 Breezer B600, Issue 02 – EASA, abgerufen am 2.10.2026
- Breezer Aircraft – UL B400-6 – Breezer Aircraft, abgerufen am 2.10.2026
- 600-Kilo-Zulassung für die B400-6 – aerokurier, abgerufen am 2.10.2026
- Breezer: Neues Kennblatt für B400-6 mit 600 Kilo MTOM – fliegermagazin, abgerufen am 2.10.2026
- Service Bulletin SB-912-057UL: Extension of TBO for Rotax 912 (Series) – BRP-Rotax, abgerufen am 2.10.2026
- Breezer B400 – Wikipedia, abgerufen am 2.10.2026
- Aerostyle Breezer – Wikipedia, abgerufen am 2.10.2026
- Breezer Aircraft – Wikipedia, abgerufen am 2.10.2026
Zuletzt redaktionell geprüft: 4.10.2026